Thüringens Fließgewässer - Netzwerk aus den Bergen
Thüringens Wasserreich: ein Netz von Bächen, Flüssen, kleinen Seen und großen Talsperren. Alle Flüsse zusammen würden ein Gewässer von 15.300 km Länge ergeben. Die meisten Flüsse und Bäche sind kleine Gewässer, welche alle in den Thüringer Bergen entspringen. Einziges Thüringer Tieflandgewässer ist die Pleiße mit ihren Zuflüssen.

Die längsten Flüsse sind die Werra mit 185 km Länge, die Saale mit 169 Kilometern Länge, die Unstrut mit 128 km, die Ilm mit 128 km, die Gera mit 71 km und die Weiße Elster mit 62 km Länge.

Thüringens Flüsse werden zu Flussgebietseinheiten zugerechnet. So fließen 65 Prozent der Thüringer Flüsse in die Elbe, 30 Prozent der Flüsse strömen Richtung Weser und 5 Prozent der Flüsse fließen in den Rhein, gemessen jeweils an der Landesfläche Thüringens.

Weitere Infos: www.flussgebiete.thueringen.de 

Seen – Hochwasserschutz und Trinkwasserspeicher
Thüringen besitzt keine natürlichen Seen, welche größer als 50 ha sind. Dafür ist Thüringen besonders reich an Talsperren (175 Stück): 12 Talsperren davon sind größer als 50 ha und ergeben eine Gesamtfläche von ca. 2680 ha. Zu den größten gehören die Bleilochtalsperre und die Hohenwartetalsperre, die neben weiteren kleinen Speichern (Burgkhammer, Walsburg, Wisenta, Eichicht, Oberbecken Hohenwarte II) die Saalekaskade bilden. Neben der Regulierung des Wasserstandes der Saale, die über Jahrhunderte ihr Umland durch verwüstende Hochwasser prägte, steht heute die Elektroenergieerzeugung im Vordergrund. Für die Trinkwasserversorgung sind die Talsperren Ohra, Schmalwasser, Schönbrunn und Weida/Zeulenroda von Bedeutung. Die Talsperre Leibis/Lichte befindet sich derzeit im Probebetrieb und wird zukünftig ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Trinkwasserversorgung in Thüringen spielen.

Weitere Infos: www.flussgebiete.thueringen.de 
Thüringen verfügt im Vergleich zu anderen Bundesländern über geringe Grundwasservorräte. So genanntes Festgestein verhindert, das sich große Mengen an Grundwasser im Boden sammeln können. In Thüringen findet man Grundwasser deshalb meist nur in Klüften, Poren oder Hohlräumen im Karstgestein. Kleine Einzugsgebiete, stark gegliederte Oberflächen und wechselnde Hangneigungen führen dazu, dass der größte Teil des sich bildenden Grundwassers nach kurzer Verweilzeit im Untergrund den Bächen und Flüssen zufließt.

Weitere Infos: www.flussgebiete.thueringen.de